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Arbeitsplätze wichtigstes Thema dieser Legislaturperiode

Erschienen am: 23.04.2010

Für die Wähler in Deutschland sind die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen das mit Abstand wichtigste Thema auf der politischen Agenda, gefolgt von Bildungspolitik und der Überwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise. Umwelt- und Klimafragen spielen trotz der öffentlichen Prominenz des Themas nur eine untergeordnete Rolle. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die dimap communications und das Meinungsforschungsinstitut dimap zwischen dem 6. und dem 12. April 2010 im gesamten Bundesgebiet durchgeführt haben.

Demnach nannten 47% der Befragten die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit an erster Stelle, unabhängig von demographischen oder sozialen Faktoren. Mit großem Abstand folgen Bildungspolitik / Schulreformen (18%) und Wirtschafts- und Finanzpolitik bzw. die Überwindung der Wirtschaftskrise (15%). Als deutlich unwichtiger werden die Themen Umweltschutz / Klimawandel (5%) bzw. Energiepolitik / Kernkraft (3%) eingeschätzt.

„In der Wirtschafts- und Finanzkrise rücken für die Menschen natürlich wieder Themen in den Vordergrund, die sie in ihrem Alltag direkt und persönlich betreffen, während langfristige Probleme oder Querschnittsthemen in den Hintergrund rücken“, so Ralf Welt, geschäftsführender Gesellschafter der Beratungsgesellschaft dimap communications.

Das Thema Arbeitslosigkeit ist für jeden zweiten Bundesbürger die wichtigste politische Herausforderung. Am dringlichsten ist es für alleinerziehende Mütter und Väter: für knapp zwei Drittel (71%) der deutschen Single-Haushalte mit Kindern hat das Thema oberste Priorität.

Das Thema Bildungspolitik / Schulreformen wird als umso wichtiger angesehen, je jünger die Zielgruppe ist: während Bildung zwar bei 25% der 18- bis 24-jährigen das wichtigste Problem ist, sagen dies nur 14% der über 55-jährigen. Auch das Bildungsniveau spielt eine Rolle: je höher das Bildungsniveau der Befragten, desto höher auch die Bedeutung, die dem Thema Bildung beigemessen wird. Nach Parteien aufgeschlüsselt sehen vor allem die Wähler von Bündnis 90/Die Grünen Bildungspolitik als zentrales Problemfeld (26%), gefolgt von Wählern der FDP (24%), der SPD (20%), der Union (16%) und der Linken (15%). Frauen (22%) finden das Thema wichtiger als Männer (13%).

Auch die Wichtigkeit des Themas Wirtschafts- und Finanzpolitik steigt mit dem Bildungsniveau: 25% der Wähler mit Hochschulabschluss setzen hier die Priorität gegenüber 11% derer mit Haupt- oder Realschulabschluss. Für Menschen in Ausbildung ist das Thema deutlich dringlicher als für vorübergehend Arbeitslose (19% bzw. 9%).

Die Umfrage zeigt, dass die Schaffung bzw. Erhaltung von Arbeitsplätzen in der Wirtschaftskrise eine Kernerwartung der Wähler an die Politik ist. Auch Bildungspolitik und Schulreformen genießen hohe Zustimmung, insbesondere wegen der Zukunftsperspektiven, die Bildung den heranwachsenden Generationen ermöglicht. Dabei gilt: je mehr die Befragten selber von Bildungsmöglichkeiten profitiert haben, desto wichtiger ist das Thema für sie. Umweltschutz / Klimawandel (5%) bzw. Energiepolitik / Kernkraft (3%) werden von überraschend wenigen Bürgern als wichtigstes Thema gesehen. Von Bedeutung sind diese Themen vor allen Dingen für Wähler von Bündnis 90/Die Grünen (12% bzw. 11%), während beispielsweise nur 4% (Umweltschutz / Klimawandel) bzw. 3% (Energiepolitik / Kernkraft) der CDU/CSU-Anhänger diese Themen als besonders wichtig erachten. Auch das Image von Angela Merkel als „Klimakanzlerin“ und ihre Führungsrolle z. B. beim Klimagipfel in Kopenhagen haben daran nichts geändert.

Abbildung: Übersicht über die wichtigsten politischen Themen in Deutschland (Ausschnitt) 
Abbildung: Übersicht über die wichtigsten politischen Themen in Deutschland (Ausschnitt)

Über die Umfrage: Die Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut dimap zwischen dem 6. April 2010 und dem 12. April 2010 durchgeführt. Dabei wurden die Teilnehmer offen gefragt: „Welches sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten politischen Probleme in Deutschland, die in den nächsten 2-3 Jahren vordringlich gelöst werden müssen?“ Bis zu drei Antworten konnten individuell gegeben werden. Insgesamt wurde eine repräsentative Stichprobe von 1004 wahlberechtigten Bundesbürgern befragt.

Pressekontakt: Daniel Florian, Telefon: +49 (30) 59 00 01 10, E-Mail: d.florian@dimap-communications.de

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